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Der
indische Flohsamen ( Plantago ovata ) als Quellstoff ist verwandt
mit hierzulande gefundenen Spitz - und Breitwegericharten.
In der indischen Heilkunde werden Zubereitungen aus Schalen
des indischen Flohsamens aufgrund seiner lindernden,
beruhigenden und laxierenden Wirkung bei allen entzündlichen
Beeinträchtigungen des Magen - Darmtrakts eingesetzt".
Verantwortlich für diese positiven Wirkungen sind Polysaccharide
als Zellwandbestandteile der Samenschale, die in der Lage
sind, extrem viel Feuchtigkeit zu binden. So sind die ursprünglich
unscheinbaren Flohsamen bei Berührung mit Wasser binnen
kurzer Zeit von einer Schleimschicht umgeben, welche leicht
das zehn bis fünfzehnfache des ursprünglichen
Volumens einnimmt und damit pro eingenommenem Gramm bis zu
40 Gramm Wasser binden kann.
Gegenüber anderen Quellmitteln wie Weizenkleie und Leinsamen
zeichnen sie sich insbesondere durch deutlich verringerte
Darmgasbildungen ( Hotz & Plein 94 ) und ihrer geleeartigen
Eigenschaft aus, an entzündlich - verengten Problemstellen
nicht zu verkleben. Vergleichbar mit roten Blutkörperchen,
welche sich durch winzige Kapillaren bewegen können,
überwinden die kleinen Samenkörner durch Entzündungen
entstandene Engstellen und sorgen damit wieder für
eine physiologische Darmtätigkeit. Infolge einer
Vermehrung der Darmbewegung kommt es über die Kräftigung
der Muskulatur zu einer gesteigerten Durchblutung und somit
auch zur Entzündungsmodulation.
Im Darm sind die Zellen in der Lage, Bakterien und
Entzündungstoxine zu binden und auszuscheiden. Dadurch
wird die Schleimhaut vor weiteren Läsionen geschützt
( Bruchhausen 94 ).
Weitere positive Wirkungen: Beeinflussung der Blutfette
mit Senkung des Gesamt-cholesteringehalts um 5 - 15 %,
verstärkte Ausscheidung der arteriosklerosefördernden
Lipoproteine ( LDL ), Senkung des Blutzuckerspiegels, was
bei insulinpflichtigen Diabetikern zu einer Verringerung des
Insulintagesbedarfs führen kann; gebundene Ausscheidung
von Gallensäuren, die insbesondere nach Operationen vermehrt
den Dickdarm erreichen und dort eine durchfallfördernde
Wirkung haben ( Levin 90, Bell 89, Anderson 88 ).
Mit Hilfe des Flohsamens lassen sich Durchfälle ebenso
wie Verstopfungen in beiden Richtungen hin zu einer physiologischen
Darmtätigkeit beeinflussen.
Magenschwäche,
Verdauungsbeschwerden und Reizdarm sind weitere bekannte Indikationen.
In der ayurvedischen Medizin gilt Plantago ovata als stärkstes,
das Verdauungssystem beeinflussende Mittel. Das indischer
Flohsamen auch zur Cholesterinsenkung verwendet wird ist nicht
so sehr bekannt. Speziell bei leicht erhöhten Cholesterinwerten
lassen sich Senkungen bis zu zehn Prozent erreichen.
Sie
binden die Gallensalze im Darm, sodass diese die in der Nahrung
enthaltenen Fette nicht mehr emulgieren können. Die Leber
bildet als Reaktion darauf ständig neue Gallensalze,
wobei Cholesterin als Ausgangssubstanz für die Synthese
kontinuierlich dem Blutkreislauf entzogen wird, infolge sinkt
der Cholesterinspiegel.
Der
positive Einfluss von Indischen Flohsamenschalen auf den Lipidstoffwechsel
wurde anhand von mittlerweile 30 Studien nachgewiesen, innerhalb
derer der Cholesterinwert um durchschnittlich 10% gesenkt
werden konnte.
Mit
Flohsamenschalen lassen sich speziell leichte Formen von erhöhtem
Cholesterinwerten effektiv behandeln. Aufgrund seiner guten
Verträglichkeit ist das Präparat auch für die
Langzeitprophylaxe gut geeignet.
Indische
Flohsamenschalen binden aber nicht nur Gallensalze, sondern
besitzen auch eine sehr hohe Wasserbindungskapazität,
sind also ausgesprochen quellfähig. Wegen dieser Eigenschaft
werden sie schon seit einigen Jahren bei Reizdarmsyndrom
und Obstipation eingesetzt. Durch die Dehnungsreize, die
von dem Quellstoff ausgehen, wird die Darmperistaltik angeregt
und die Darmpassage beschleunigt. Das hohe Wasserbindungsvermögen
sorgt für einen weichen voluminösen Stuhl und wirkt
gleichzeitig einer Diarrhö entgegen.
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