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Ein Baum blutet und Menschenleben können dadurch gerettet werden. Schon um 1600 wurde in den Aufzeichnungen vom spanischen Eroberer, P. Bernab Cobo über das Drachenblut (span.: Sangre de Grado) aus dem Amazonasgebiet berichtet. Die Rinde des Croton-Baumes spendet beim Anzapfen einen blutroten Saft, den indianische Stämme in Mexico, Peru und Ecuador zu sensationellen Heilzwecken verwendeten. Wenn z. B. eine Mutter ein Kind gebar und zu verbluten drohte, wurde auf schnellstem Wege Drachenblut herangeschafft, um die Blutung zum Stillstand zu bringen. Das originale Drachenblut stammt von den Baumarten Croton lechleri, C. salutaris und C. planostigma, aus der Pflanzenfamilie der Euphorbiaceae, die bis zu 20 m hoch werden. Geerntet werden das rote Harz und die Rinde. Dieser Baum wächst im tropischen Regenwald, vornehmlich in Südamerika im Amazonasgebiet.Viele Medizinmänner nehmen ihr geheimes Wissen um diese Naturkräfte mit ins Grab, einige pharmazeutische Firmen sind diesen Pflanzenwirkstoffen jedoch bereits auf der Spur. Das Hauptimportland für das Drachenblut ist Bolivien. Dort wird der Drachenblut-Baum auch "Tipa" genannt. Verwandte Baumarten, die Daeomonorops draco und D. species, aus der Familie der Arecacea (Palmae) liefern das ostindische Drachenblut, welches in den indisch-malaiischen Inseln (Hinterindien, Java, Borneo, Sumatra und auf den Molukken) beheimatet ist. Ursprüngliche
Verwendung Inhalt
und Wirkung
Anwendung Bei den Indianern wird das Drachenblut des Croton-Baums hauptsächlich bei äußeren Verletzungen, bei der Geburt, beim Weißfluss der Frauen, Eiterungen im Vaginalbereich und mangelhafter Blutgerinnung verwendet. Hingegen wird das Drachenblut der Daeomonorops-Palme für die Schutz- und Opferräucherung eingesetzt. Dieses Harz hat marsischen Charakter und ist zum Verzehr nicht geeignet. Die Natur ist voll von Pflanzen und Kräutern, deren Heilkräfte wir zum Teil schon nutzen und solchen, deren große Heilkräfte wir nur erahnen können. Im Regenwald gibt es Tausende Gewächse, die noch unerforscht sind. Nur die Ureinwohner dieses Gebietes wussten und wissen um deren Heilwirkung. Sangre de Grado ist dort ein bekanntes und bewährtes Hausmittel, welches uns zum Glück nicht vorenthalten blieb. Der Regenwald des Amazonas hält noch eine Unmenge weiterer Heilmittel für die Menschheit bereit. Wir sollten diese einzigartige Naturwelt sinnvoll nutzen. Aber bei dem Zerstörungswahn vieler Menschen ist es fraglich, wie lange es ihn noch gibt. Literaturhinweise: Studies on the anti-tumour, anti-bacterial, and wound-healing properties of dragon´s blood. Planta Med, 1994 Diverse Bücher des Autors Christian Rätsch (z. B. Medizin aus dem Regenwald. Die Weisheit der Naturvölker. Verlag Natura med, Neckarsulm). Zur Autorin: Dr. Marlis Bach Lebensmittelchemikerin A-8072 Wutschdorf 89 zurück zur Drachenblut Hauptseite
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