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Alarmierende Forschungsergebnisse aus den USA: Erschreckend viele amerikanische Teenager haben bereits so massive Fett- und Kalkablagerungen in den Blutgefäßen, dass sie jederzeit einen Herzinfarkt bekommen können. Bei Männern unter 34 liegt sind bereits 20 Prozent als Infarktkandidaten einzustufen. In Europa dürften die Daten noch nicht ganz so schlimm aussehen, doch der Trend ist der gleiche: Was früher als "Alterskrankheit" galt, tritt aufgrund von Bewegungsmangel und ungesunder Ernährung immer früher auf. Gewonnen wurden die Daten an der Universität von Louisiana durch Untersuchungen an verstorbenen Unfallopfern. Insgesamt wurden die Herzkranzgefäße von 760 jungen Menschen untersucht. Fett-Ablagerungen, sogenannte Plaques, die einen Herzinfarkt verursachen können, wurden bei zwei Prozent der Burschen zwischen 15 und 19 und bei 20 Prozent der Männer unter 34 gefunden. Beim weiblichen Geschlecht sieht die Sache besser aus: Bei jungen Frauen unter 19 wurden überhaupt keine Plaques entdeckt, bis zum vollendeten 34. Lebensjahr hatten nur acht Prozent der Frauen derartige Veränderungen in den Gefäßen. "Wenn unsere Ergebnisse für die gesamte Bevölkerung stimmen", sagte Studien-Leiter Henry McGill, "so bedeutet das, dass jeder fünfte Mann zwischen 30 und 34 bereits ein erheblich geschädigtes Herz hat. Diese Schädigung hat sich vermutlich über 20 Jahre aufgrund eines oder mehrerer Risikofaktoren entwickelt." Diese Risikofaktoren sind Rauchen, Bluthochdruck, Bewegungsmangel und erhöhter Cholesterinspiegel. Die Studie zeige, wie wichtig es sei, möglichst früh mit der Vorbeugung, also speziell mit gesunder Ernährung, zu beginnen. Konkret zeigten die Ergebnisse, dass Jugendliche mit einem erhöhten Blutspiegel des "bösen" LDL-Cholesterins ein zweieinhalbfach erhöhtes Risiko hatten, Fettablagerungen in den Herzkranzgefäßen zu entwickeln. McGill: "Das ist an sich keine Überraschung. Allerdings waren wir erstaunt, diesen Effekt schon bei 15jährigen zu sehen." Die American Heart Association hat bereits Maßnahmen gefordert. Ärzte, Eltern und Schulen sollten zusammenarbeiten, um Kindern eine gesunde Kindheit mit vernünftiger Ernährung und viel Bewegung zu bieten. . |