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Kraftstoff fürs Herz Am Anfang standen Versuche innovativer US-Forscher bei der Behandlung von Patienten mit schwerer Herzmuskelschwäche: Sie ergänzten deren übliche Digitalis-Behandlung durch das Co-Enzym Q10. Der Erfolg gab ihnen recht: 70% der Patienten mit einer prognostizierten Lebenserwartung von nur wenigen Tagen lebten noch nach einem Jahr, nach zwei Jahren waren es immer noch 60%. Die Einnahme von täglich 100 mg Co-Enzym Q10 rettete diesen Schwerkranken das Leben. Damit wurde erst das ganze Potential dieses Wirkstoffs erkannt. Entdeckt wurde das Co-Enzym Q10 bereits 1957 vom Texaner Dr. Karl Folkers. Im Jahr 1978 erhielt Prof. Dr. Peter Mitchell den Nobelpreis für die Aufklärung der Wirkungsweise des Q10s. Mittlerweile sind sich die Wissenschaftler einig, dass Q10 lästige Alterserscheinungen lindert, den Bluthochdruck senkt und die Herzfunktionen stärkt. Bei Angina pectoris konnten durch Q10-Präparate starke Verbesserungen des Krankheitsbildes erzielt werden. Q10 vermindert die Gefahr eines Infarktrisikos. Das Co-Enzym Q10 läßt sich nicht eindeutig einer bestimmten Lebensmittelgruppe zuordnen. Viele bezeichnen es als Vitamin, was allerdings der klassischen Definition eines Vitamins nicht voll entspricht. Denn Vitamine sind essentielle Stoffe, die dem Körper mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Das Q10 wird jedoch zum Teil vom Körper selbst produziert. Ein Mangel an Co-Enzym Q10 von mindestens 25% macht sich dadurch bemerkbar, dass viele Körperfunktionen gestört sind. Beispiele dafür sind Bluthochdruck, Herzschwäche und Herzinfarkt. Bei einem krassen Q10-Mangel von über 75% ist sogar das Leben ernsthaft bedroht. Ein Co-Enzym beschleunigt gemeinsam mit einem Enzym diverse biochemische Reaktionen. Zu lokalisieren ist das Q10 in den Mitochondrien jeder Körperzelle. Dort passiert die Zellatmung, welche die Energie für die Durchführung verschiedener Körperfunktionen liefert.
Die Zellatmung setzt sich aus komplexen, biochemischen Reaktionen zusammen.
Mit Hilfe des Q10s wird Energie in Form von ATP (Adenosintriphosphat)
gewonnen. Aus einem Molekül Glucose entstehen durch die Zellatmung (Glycolyse,
Citratzyklus und oxidative Phosphorylierung) 36 Moleküle ATP. Das Q10
ist der wichtigste Energielieferant im Zellstoffwechsel und dient der
Umsetzung von Kohlenhydraten, dem Fett-Eiweißstoffwechsel, weiters auch
Q10
in der Nahrung Was
zerstört das Q10? Ferner kann man auch durch regelmäßiges Dauertraining, wie Joggen, den Q10-Spiegel im Herz anheben. In beiden Fällen, beim leichten Sport und bei der Nahrungsergänzung, erhöht sich der Q10-Gehalt nur während der Maßnahme. Setzt man die Nahrungsergänzung mit Q10 ab oder gibt die sportlichen Aktivitäten auf, sinkt der Q10-Gehalt wieder auf den Pegel vor dieser Maßnahme ab. Wie wirkt die Nahrungsergänzung von Q10? Am deutlichsten reagieren Menschen mit Herzbeschwerden, Bluthochdruck oder Leberstörungen auf die vermehrte Q10-Zufuhr. Denn diese Krankheitserscheinungen werden speziell durch das Q10 gelindert. Ein durchschnittlich gesunder Mensch wird eine Steigerung der Lebenskraft erfahren, wenn er aufmerksam und sensibel genug ist, die Auswirkungen des Q10 zu erkennen. Viele berichten von einer erhöhten Stresstoleranz, sie gelangen nicht mehr so schnell außer Atem oder sie stehen insgesamt aktiver im Leben. Die verwendete Dosis spielt natürlich auch eine Rolle. Wissenschaftler empfehlen für gesunde Menschen eine Nahrungsergänzung von 10-30 mg Q10 pro Tag. Patienten, besonders Herzkranke, sollen 100 mg Q10 pro Tag zusätzlich zur herkömmlichen Nahrung zu sich nehmen. Qualität von Q10 Es gibt leider große Qualitätsunterschiede unter den erhältlichen Q10-Präparaten. Von vielen Herstellern wird das Q10 aus Rinderherzen isoliert und ist somit für Vegetarier nicht geeignet. Neuerdings wird das Q10 aus Tabakpflanzen zu gewonnen. Besonders bewährt hat sich das Q10 der Firma Bluegreen, welches rein vegetarisch hergestellt wird, und durch die Zugabe der Bluegreen Alge anstelle von künstlichen Zusatzstoffen, wie synthetischem Vitamin E, sehr hochwertig ist. Hingegen verkaufen manche Firmen minderwertig gewordenes Q10. Das Q10 kann nämlich nach der Herstellung durch Oxidationsprozesse, wie z. B. im Lebensmittel, inaktiviert werden. Wenn man auf Nummer sicher gehen möchte, sollte man das Q10 von einer Firma mit einem bekannten Markennamen beziehen. Bei Personen, die keine Wirkung des Q10 spüren, könnte die Ursache dafür in der schlechten Qualität des Produktes liegen. Nur wenn das Q10 aktiv ist, kann es dem Menschen als Jungbrunnen dienen. Literaturhinweis: Dr. Emile G. Bliznakov, Gerald L. Hunt: EnergieVitamin Q10; Lebensbaum Verlag.
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