Unterscheidung der Bedrohungen möglich Kyoto - Wissenschaftler der Kyoto University http://www.kyoto-u.ac.jp/English haben herausgefunden, dass verletzte Pflanzen den Geschmack ihrer Nachbarn verändern können. Viele Pflanzen verfügen über ein Schema zur Überwachung ihrer Nachbarn. Bei Gefahr warnen sie nahe Pflanzen vor der auftauchenden Bedrohung. Je nach Gefahrenquelle verwenden sie verschiedene Signale, seien es hungrige Insekten oder eine Gartenschere. Die Unterscheidung zwischen den Angreifern wird durch Bestandteile des Speichels der Insekten ermöglicht. Von den
in Nature http://www.nature.com veröffentlichten Erkenntnissen erhoffen
sich die Wissenschaftler Informationen, die bei der Entwicklung einer
neuen Generation von Pestiziden hilfreich sein können. Werden die Blätter
der Limabohne (Phaseolus lunatus) von Spinnmilben (Tetranychus uticae)
angegriffen, setzen sie chemische Substanzen frei, die sie und ihre Nachbarn
ungenießbar machen. Wurden Blätter für Experimente mit Scheren verletzt, setzten die Pflanzen Substanzen frei, die antiseptisch waren und die Wunden lokal reinigten. Genau wie der menschliche Körper isoliert die Pflanze den verletzten Bereich, um ihn vor Infektion und Insekten zu schützen. Diese Signale werden von den anderen Pflanzen jedoch ignoriert. Sie scheinen zwar zu wissen, dass etwas passiert, Abwehrreaktionen finden jedoch keine statt. Ein Verhalten das durchaus Sinn macht, sind diese Reaktionen doch sehr energieraubend und schützen weder vor einem großen Tier noch einer Erntemaschine. Derzeit wird an der Erforschung der Reaktionen von Pflanzen gearbeitet, die sich in der Windrichtung einer von Insekten befallenen Pflanze befinden. Es wird der Frage nachgegangen, ob Substanzen produziert werden, die die Angreifer anziehen, genauso wie ihre internen Schutzmechanismen in der Erwartung des Feindes aktiviert werden. pta Austria
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