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BEITRÄGE

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Elektrizität im Kopf ist Grund für Migräne
US-Forscher
berichten über
neue Erkenntnisse in Kopfweh-Forschung

New York - Der amerikanische Wissenschaftler Michael Welch von der Universität von Kansas hat bei Untersuchungen der Hirnaktivität von Migräne-Patienten festgestellt, dass die elektrische Aktivität gestörter Nervenzellen der Grund für chronische Kopfschmerzen sind. Die überreizten Nervenzellen (Neuronen) senden übermäßig starke elektrische Impulse aus. Daher steigt der Blutfluss im Hirnstamm abrupt an, um unmittelbar nach dem elektrischen Impuls wieder zu fallen.

Die Blutgefäße im Hirnstamm werden dabei extrem stark beansprucht und erzeugen den Kopfschmerz. Die neuen Erkenntnisse sollen bei der Migränebehandlung die Entwicklung völlig neuer Medikamente ermöglichen. "Viele Schmerzmittel gegen Migräne bekämpfen die falsche Ursache, da Forscher bisher davon ausgingen, dass entzündliche Prozesse in den Blutgefäßen der Hirnhäute die Migräne auslösen", so Welch. Ein neues Präperat gegen Migräne, das auf Welchs Erkenntnis beruht, gebe es noch nicht. "Bestimmte Wirkstoffe verhindern bei Epileptikern abnormale Aktivitäten der Neuronen im Gehirn. Sie könnten auch gegen Migräne helfen", sagt Stephen Silberstein vom Krankenhaus der Thomas-Jefferson-Universität in Philadelphia.

Rund zehn bis zwölf Prozent aller Mitteleuropäer dürften an den pulsierenden, pochenden Kopfschmerz, der einseitig auftritt, leiden. Häufige Begleitsymptome der Migräne sind Übelkeit und Erbrechen sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit. Frauen sind besonders häufig von dieser Art der Schmerzen betroffen. Die deutsche Migräne-und Kopfschmerzgesellschaft berichtet, dass mehr als die Hälfte der Migränekranken nicht in medizinischer Behandlung ist. "Diesen Menschen empfehle ich, sofort einen Arzt zu konsultieren. Anderenfalls müssen sie mit Langzeitschäden rechnen", so Welch. Auslöser von Migräneanfällen sind häufig äußere Einwirkungen wie Stress, Hunger, Schlafüberschuss oder -mangel. Bei Frauen kommt auch der sich regelmäßig verändernde Östrogenhaushalt als Ursache infrage. Bis die neuen Erkenntnisse auch zu neuen Medikamenten führen, rät der Forscher Migränepatientinnen zur Hormontherapie als Ursachenbekämpfung. Den anderen Patienten rät er dazu, mehrere verschiedene Präparate zu testen, um so festzustellen, welche gut wirksam sind

pressetext.austria

 

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