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BEITRÄGE

Lebenserwartung nach oben revidiert
Berechnungen in Industriestaaten weit über offiziellen Prognosen

Los Altos/Kalifornien - Eine US-amerikanische Studie in den G7-Staaten hat ergeben, dass offizielle Prognosen die durchschnittliche Lebenserwartung stark unterschätzt haben. Die Gründe für die höhere Lebenserwartung sind nicht klar, genauso wenig wie die Auswirkungen, die sich dadurch auf die Sozialversicherungssysteme dieser Länder ergeben.

Die Studie wurde von einem Forschungsteam des Instituts Mountain View Research unter der Leitung von Shripad Tuljapurkar durchgeführt. Sie basiert auf Daten zur Sterblichkeit in Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Großbritannien und den USA, die von den fünfziger Jahren bis in die neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts erhoben wurden. Die Ergebnisse der Studie zeigen große Unterschiede zu offiziellen Prognosen.

Demnach wird ein Baby, das im Jahre 2050 in Deutschland geboren wird, durchschnittlich 83,1 Jahre alt, nach offiziellen Vorhersagen nur 81,5 Jahre. Besonders groß ist die Erwartungsdifferenz in Japan: Das Forschungsteam prognostiziert eine Lebenserwartung von 90,9 Jahren, während offizielle Schätzungen acht Jahre darunter liegen. Für den Anteil der Bevölkerung über 65 bedeutet das einen Zuwachs von 40 Prozent. Die Forscher gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird, vor allem durch verbesserte Möglichkeiten, gegen Alterskrankheiten vorzugehen.

Die steigende Lebenserwartung werde, so die Studie, große Herausforderungen für Kranken- und Pensionsversicherungen sowie andere Sozialsysteme bieten. Die Studie besagt, dass in jedem dieser Länder die Sterblichkeit in jedem Alter mit einer fast konstanten Rate exponenziell zurückgegangen ist. Dieser Trend schränkt Theorien ein, die den Rückgang der Sterblichkeitsraten allein auf gesellschaftliche Umstände zurückführen. Dadurch bietet sich eine Basis für stochastische Vorhersagen. Nicht vergessen sollte man aber, dass unberechenbare Einflüsse wie Infektionskrankheiten, Umweltverschmutzung oder Krieg die Prognosen zunichte machen können

pressetext.austria

 

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