40 von 60 untersuchten Fischbeständen in der Nordsee sind so stark gefährdet, dass ihr Erhalt infrage gestellt ist", das ist das Urteil des Direktors des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie Roland Salchow in Hamburg. Eine mehrjährige Untersuchung der Bestände und des Qualitätszustandes des gesamten Nordatlantiks habe ergeben, dass die Fischbestände vor allem durch Umweltverschmutzung und Überfischung bedroht seien. "Unter den gefährdeten Arten befinden sich auch Fische wie Hering, Scholle, Kabeljau, Weißling und Schellfisch", sagte Salchow. Allerdings gehe es der Nordsee im Verhältnis zum Restatlantik noch recht gut, so der Wissenschaftler. Ernste wirtschaftliche Probleme gebe es für die großen Fischfangflotten von Spanien und den Niederlanden. Dem Nordatlantik drohen aber weitere große Gefahren durch chemische Verunreinigungen. "Es müssen politische Wege gefunden werden, um die giftigen Stoffe nicht mehr dem Meer zu überlassen", so Salchow. Deutschland habe in diesem Punkt schon wesentlich mehr Fortschritte erzielt. "In den vergangenen sechs Jahren ist eine Abnahme der Metalleinleitungen zu verzeichnen gewesen. Das trifft auch auf manche organische Substanzen zu". Problematisch blieben weiterhin Pestizide, die nicht im erhofften Maße abnehmen. pressetext Austria
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