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BEITRÄGE

Beitrag von Dr. Marlis Bach
Enzyme Neue Vitalstoffe im Anzug

Enzyme, die für die Verdauung zuständig sind, kommen nicht nur im menschlichen Verdauungstrakt vor, sondern diese gibt es auch in Lebensmitteln - aber nicht in allen. Nahrungsenzyme, die Stärke, Fett, Eiweiße und Zellfasern abbauen können, werden immer mehr als Schlüssel zur Gesundheit erkannt. Enzyme sind laut Pschyrembel (medizinische Wörterbuch) Proteine, die als Katalysatoren in lebenden Organismen vorkommende chemische Reaktionen beschleunigen. Ohne Enzyme wäre ein geordneter Stoffwechsel und damit Leben nicht möglich. Bisher wurden mehr als 2500 verschiedene Enzyme ausfindig gemacht. Viele davon stellt der Körper unentwegt selbst her.

Damit die Enzyme katalytisch wirken können, sind noch einige Co-Faktoren, das sind hauptsächlich Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, notwendig. Wirksamkeit Enzyme haben ein pH-Optimum und ein Temperaturoptimum. Jedes Enzym arbeitet bei einem bestimmten pH-Wert am schnellsten. Das Pepsin (eiweißspaltend) des Magens benötigt genau die Säurestärke, die im Magensaft aufgrund der Salzsäure herrscht. Ab dem Zwölffingerdarm, wo der Darminhalt in den neutralen Bereich wechselt, wird das Pepsin inaktiv, dafür läuft der Enzymabbau von den Enzymen der Bauchspeicheldrüse auf Hochtouren. Die im Menschen wirkenden Enzyme entwickeln die höchste Aktivität im Bereich der Körpertemperatur, ansteigend bis zum hohen Fieber. Erhöhte Temperatur bewirkt eine stärkere Aktivierung der für die Bekämpfung der Krise erforderlichen Enzyme. Steigt die Körpertemperatur jedoch über 42 Grad Celsius, bricht die Enzymaktivität zusammen, da die Proteine bei dieser Temperatur koagulieren (ausflocken), wodurch sie wirkungslos werden. Generell verringert sich die Enzymtätigkeit bei sinkender Temperatur. Deshalb sind Lebensmittel im Kühlschrank länger haltbar als bei Zimmertemperatur.

Enzyme und Erkrankungen Enzymmangel kann zu verschiedenen Erkrankungen führen, wie zum Beispiel Kreislaufproblemen, Fettleibigkeit und Gefäßerkrankungen. Schon vor vielen Jahren wurden von Dr. Max Wolf und Dr. Karl Ransberger Proteasen (eiweißspaltende Enzyme) zur Linderung von Entzündungen und Sportverletzungen oral verabreicht (Enzyme Therapy, Chemical Abstracts, 1972). In den Leukozyten kommen acht verschiedene Amylasen (kohlenhydratspaltende Enzyme), Proteasen und auch Lipasen (fettspaltende Enzyme) vor, die ziemlich ähnlich wie diese Verdauungsenzyme wirken. Bei größeren Enzymreserven ist auch das Immunsystem stärker. Vorverdauung Die Nahrungsenzyme verdauen die Nahrung so lange vor, bis sie vom Magensaft nach einiger Zeit selbst inaktiviert werden. Die Verdauung fängt schon vor dem Essen an und setzt sich im Magen aufgrund der höheren Temperatur rascher fort.

Das Konzept des "Vorverdauens" bzw. Fermentierens ist nicht neu. Die Asiaten versetzen die Sojabohnen mit Enzymen (Proteasen) und erzeugen dadurch die Produkte Tofu, Tempeh und Miso. Der Käseherstellung liegt dasselbe Konzept zugrunde. (Labferment) Verdauung Wenn die Nahrung unseren Darm passiert, sollen genau die für die Verdauung notwendigen Enzyme produziert werden. Aber das ist die graue Theorie. In der Praxis wird nämlich ein erheblicher Anteil der Nahrung nicht abgebaut, weil nicht genügend viel Enzyme hergestellt werden. Die entstehenden unverdauten Reste schaffen Probleme, weil der Dünndarm nur vollständig Verdautes resorbiert und diese Reste Gärungs- und Fäulnisprozesse verursachen. Man bemerkt solches ganz einfach an Blähungen bzw. Durchfall. Es gibt drei Möglichkeiten, das Manko an Enzymen auszugleichen: o Nahrung gut kauen und ein- speicheln: dadurch können die Enzyme besser angreifen. o viel Rohkost essen: Rohkost enthält selbst diese Enzyme. o Nahrungsergänzung mit Nahrungs-enzymen.

In der heutigen schnellebigen Zeit hat man kaum genug Muße, eine Mahlzeit gründlich zu kauen - gründlich bedeutet, dass jeder Bissen mindestens 50 mal gekaut wird. Wenn man nicht gerade eine Kur macht, bringt wohl kaum jemand diese Disziplin auf. Mit dem Rohkostessen sieht es schon etwas einfacher aus. Im reifen Obst und Gemüse kommen große Mengen an Enzymen vor, die die Verdauung unterstützen können. Es wurde wissenschaftlich erforscht, dass die in Rohkost enthaltenen Enzyme 5 bis 75% dieser Nahrung selbst verdauen (Humbart Santillo, Buch: Nahrungs-Enzyme, 1995). Wenn man bedenkt, dass der Körper zirka zwei Drittel seiner Energieresourcen für die Verdauung verwenden muss, brächte eine Ernährung auf Rohkostbasis große Energieeinsparungen. Allerdings verursacht umfangreicher Genuss von Rohkost aufgrund der vielen Ballaststoffe oftmals Verdauungsprobleme. Man kann seine Verdauung von ballaststoffarme auf ballaststoffreiche Kost nur langsam problemlos umstellen. Hohe Ballaststoffmengen können sogar den umgekehrten Effekt erzielen, weil viel Ballaststoffe die Resorption (Aufnahme) im Dünndarm stark erniedrigen. Bei einer Rohkostdiät ist gründliches Kauen noch wichtiger als bei einer Kost, die hauptsächlich aus gekochter Nahrung besteht.

Sehr hohe Enzymmengen findet man in der reifen Ananas (Bromelain, eine Protease) und in einigen tropischen Früchten (Papain, ebenso eine Protease). Das Kochen - wie Dünsten, Frittieren, Erhitzen mit Mikrowelle - zerstört die Aktivität der Enzyme, wodurch der Begriff "Tote Nahrung" entstanden ist. Eine elegante Alternative zur Rohkostdiät sind Nahrungsergänzungsprodukte mit aktiven Nahrungsenzymen, weil damit die Verdauung nicht unnötig belastet wird und man sich nicht täglich mit frischem Obst und Gemüse versorgen braucht. Für unsere Vitalität ist es von großer Bedeutung, dass nicht zuviel Energie für die Verdauung verwendet werden muss und dass auch in Stresssituationen die Enzymreserven umfangreich genug sind, um eine einwandfreie Immunabwehr zu gewährleisten.. Autor: Dr. Marlis Bach Lebensmittelchemikerin A-8072 Wutschdorf 89 Aprilartikel: Dr. Marlis Bach Blaugrüne Algen Nützliche Uralgen für die Gesundheit Algen galten bislang als lästige Begleiterscheinung im eigenen Teich oder besonders unangenehm an den Badestränden der norditalienischen Adriaküste.

Vor einigen Jahren hatte man die Entdeckung gemacht, dass blaugrüne Uralgen alles andere als eine lästige Lebensform sind, nämlich eine besonders hochwertige Nahrung. Die am weitesten verbreitete Sorte ist die blaugrüne Uralge vom Klamath Lake in Oregon (USA). Die Entdecker dieser Uralgen, auch AFA-Algen (= Aphanizomenon flos-aquae) genannt, sind die Brüder Victor und Daryl Kollmann. Der erfolgreichste Anbieter dieser blaugrünen Algen ist im deutschsprachigen Raum Ingomar von Lex (Fa. Bluegreen). Eine Computerbefragung über die nahrhafteste und gesündeste Pflanze ergab als Resultat Algen. Daraufhin nahmen sie Proben von verschiedenen Algen und verglichen ihren Nährwert. Weitaus am besten schnitten die Algen vom Klamath Lake ab. Diese Alge wächst nämlich auf der nährstoffreichen Vulkanasche des Mount Mazama, der vor 7000 Jahren das letzte Mal in einem gigantischen Ausbruch tätig war. In diesem Krater entstand der Klamath Lake, in dem die Uralge prächtig sprießt. In der Evolution stehen die blaugrünen Algen an erster Stelle. Sie waren die ersten Lebewesen auf der Erde.

Dieser Einzeller besitzt eine Zellwand, Zellplasma und Zellorganellen. Einen Zellkern haben diese Urformen noch nicht. Die DNA schwimmt lose im Zellplasma. Je einfacher ein Lebewesen ist, desto besser kann es sich auf verändernde Umweltverhältnisse einstellen. Dadurch ist es erklärbar, dass es diese Uralge immer noch gibt. Die fossilen Überreste bezeugen, dass es die blaugrünen Algen schon vor 3,5 Millarden Jahren gegeben hat. Damals hatten sie begonnen Sauerstoff zu produzieren, der das Entstehen von weiteren Lebewesen ermöglichte.

Vielerlei Algenvarianten
Es gibt zigtausend Algenarten, die sich grob betrachtet, durch ihre Farbe unterscheiden. Braune Algen werden als Seetang oder Seegras bezeichnet und gedeihen in kalten Ozeanen. Ihre Algininsäure wird z. B. im Speiseeis als Zusatzstoff verwendet. Rote Algen (Rhodophyta) leben im warmen Meerwasser bis zu 200 m Tiefe. In asiatischen Ländern werden sie seit Jahrhunderten als Nahrung (Nori-Seegras) verwendet. Grüne Algen haben einen sehr hohen Chlorophyllgehalt. Zu ihnen gehört das Plankton, welches für Meeresfische lebensnotwendig ist. Eine andere Sorte von Grünalgen sind diejenigen, die in Teichen und Tümpeln eine unbewegliche grüne Masse bilden - diese sind ungenießbar bis giftig.

Eine Spezies der blaugrünen Algen ist die Aphanizomenon flos-aquae, zu deutsch "unsichtbare Wasserblüte". Diese blaugrüne Uralge wurde in biochemischen Labors getestet und erwies sich auf mehreren Gebieten als Spitzenreiter für die Nährstoffversorgung. Der Mineralstoff- und Spurenelementgehalt ist überdurchschnittlich hoch, das ist besonders wichtig bei einem Mangel an essentiellen Spurenelementen. Bei den verschiedenen Algen ist durchwegs ein hoher Vitamingehalt zu verzeichnen, weiters haben diese Algen einen hohen Gehalt an essentiellen Fettsäuren. Erstaunlich ist auch die Aminosäuren-zusammensetzung, die dem idealen Aminosäurenprofil des Menschen sehr nahe kommt. Damit ist die hohe biologische Wertigkeit der blaugrünen Uralge dokumentiert. Die Ausgewogenheit der Vitalstoffe leistet einen wertvollen Beitrag zur Gesundheit.

Anwendungen
Viele Menschen sind auf der Suche nach neuen Energiequellen für Körper und Geist. Diese Uralge wird ihrer Rolle als Kraftnahrung mehr als gerecht. Es gibt viele Erfahrungsberichte, in denen die Menschen durch die Nahrungsergänzung mit der Uralge u. a. mehr Wachheit beschreiben, insgesamt aktiver geworden sind und sich die Kommunikation mit der Umwelt verbesserte. Für stressgeplagte Menschen bieten die Uralgen eine wohltuende Ergänzung. Der Biochemiker Prof. Dr. Karl Abrams führte umfangreiche Untersuchungen mit dieser Uralge durch und veröffentlichte diese im Buch "Algae to the rescue. Everything you need to know about Nutritional Blue-Green Algae". Es konnte in einem Fall gezeigt werden, dass eine dreiwöchige Einnahme der blau-grünen Algen einen Zinkmangel, der durch weiße Flecken an den Nägeln erkennbar war, zum Verschwinden brachte. Die deutlichste Wirkung war die Stärkung und Harmonisierung der Gehirntätigkeit, die sich in einem erhöhten Konzentrationsvermögen äußerte. Die Londoner Medizinerin und Ernährungsberaterin Dr. Gillian McKeith empfiehlt eine individuell abgestimmte Dosierung von blaugrünen Uralgen zur Unterstützung der Verdauung, zur Stärkung des Immunsystems und zum Ausgleich im gesamten psychosomatischen System.

Diese Algen können sehr gut mit einer Entschlackungskur verbunden werden. Sie helfen bei der Entsäuerung und geben dem Körper die durch Fastenkuren verlorengegangenen Mineralstoffe und Spurenelemente zurück. Generell regen die Algen als Bitterstoffe die Verdauungsenzyme an. Wem jedoch die Algen in purer Form zu bitter schmecken, der kann diese z.B. mit einem Apfelsaftkonzentrat kombiniert einnehmen. Eine weitere Möglichkeit wäre eine Ergänzung mit Energiekugeln, die nur aus verschiedenen Trockenfrüchten, vermischt mit Algen ohne Zucker, bestehen. Diese Algenkugeln eignen sich gut als Snack für zwischendurch, um rasch Energie zu tanken - sie sind bei Kindern sehr beliebt. Es wurden einige Untersuchungen mit Kindern in Nicaragua durchgeführt. Die Schulkinder wurden in zwei Gruppen eingeteilt: Die einen bekamen normale Schulmilch, die anderen Schulmilch mit Algenzusatz. Die zweite Gruppe konnte eine deutliche Verbesserung der schulischen Leistungen aufweisen, Anwesenheit und Schulnoten verbesserten sich.

Es gibt Forscher wie Dr. Gabriel Cousens, die einen Zusammenhang zwischen Uralgen und feinstofflichen, übersinnlichen Ebenen gefunden hat. Diese Uralge bietet seiner Meinung nach enormes "Prana" für den Geist und das Nervensystem, weil sie positiv auf den Hypothalamus wirkt. Er behauptete, dass die Einnahme der Algen Meditation und Bewusstheit fördere. Der Kärntner Arzt Dr. Christian Steiner stellte mit seinem Bioresonanzgerät fest, dass die AFA-Alge die Verarbeitung von emotionaler Belastung und das abstrakte Denken fördert. Qualität Es gibt einige Gerüchte, dass Algennahrung von fragwürdiger Qualität auf den Markt kommt. Universitätsprofessor Wayne W. Carmichael bestätigte, dass die Algen vom Klamath Lake keine Gifte produzieren und es auch keine Anzeichen dafür gibt. Die Algen vom Klamath Lake werden mit Booten geerntet, auf Sieben weiterverarbeitet und dann entweder gefriergetrocknet oder mittels Instant-Dry-Verfahren (Wirbeltrocknung) getrocknet. Die frisch geernteten Algen werden auch in Alkohol oder in Apfelkonzentrat gelöst angeboten.

Literatur Gillian Mc Keith, Miracle Superfood: Wild Blue-Green Algae. Keats Publishing 1997 Prof. Dr. Karl Abrams, Algae to the rescue. Everything you need to know about Nutritional Blue-Green Algae, Logan House Publ. 1996