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BEITRÄGE
Pflanzen
aus dem peruanischen Dschungel gegen Tuberkulose
US-Forscher:
Bedarf an neuen Medikamenten ist sehr dringend
- Beim Austesten
von über 1.000 Pflanzenextrakten aus dem peruanischen Dschungel haben
Forscher der Washington University in St. Louis http://www.wustl.edu erstaunliche
Ergebnisse bekommen:
fast die Hälfte der gefundenen Pflanzen schwächten oder vernichteten das
Mycobacterium tuberculosis, den gefürchteten Erreger der Tuberkulose.
Das Besondere daran ist, dass die Erkrankung im peruanischen Regenwald
kaum vorkommt. Ursprünglich wollten die Forscher neue Wirkstoffe gegen
Krebserkrankungen und Diarrhoe finden.
Im Rahmen
des International Cooperative Biodiversity Program-Peru (ICGB-Peru) lernte
das Wissenschaftsteam um Walter H. Lewis, der längere Zeit mit dem Stamm
der Aguaruna im oberen Amazonas-Becken zusammengelebt hatte, die Anwendung
verschiedener lokaler Heilpflanzen. Die neuen Erkenntnisse sollen zur
gezielten Bekämpfung der Tuberkulose genutzt werden. Die Erkrankung galt
lange Zeit als besiegt. Durch die Antibiotika-Resistenz der Erreger und
dem weltweiten Zunehmen der Immunschwächekrankheit Aids komme es auch
in der ersten Welt zu immer neuen Tuberkulose-Fällen, so Lewis.
Viele Aids-Kranke
leiden an Tuberkulose. Tuberkulose sei, so der Forscher, die bedrohlichste
Erkrankung für Menschen mit geschwächtem und intaktem Immunsystem. "Der
Bedarf für neue Medikamente mit neuen Wirkstoffen ist dringendst", so
Lewis. Der Wissenschaftler präsentierte seine Ergebnisse auf dem Jahrestreffen
der Society for Economic Botany an der University of South Carolina, Columbia,
und im Fachmagazin Pharmaceutical Biology http://www.econbot.org/publications.html
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pta Austria
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