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BEITRÄGE
Rund 80 Prozent der Nahrungsmittel
enthalten chemische Zusätze
"Chemische Konservierung besser als Schimmelpilze und Bakterien"
80
Prozent unserer Nahrung sind mit industriell hergestellten Substanzen
versehen werden. Wissenschaftler sind sich aber einig, dass die chemischen
Zusätze keine Auswirkungen auf die Gesundheit haben, berichtet die deutsche
Zeitschrift "vital" in ihrer neuesten Ausgabe.
Man
könne davon ausgehen, dass alle Nahrungsmittel für die Gesundheit unbedenklich
wären, sagte Alexandra Gruber, Ernährungswissenschaftlerin der Österreichischen
Gesellschaft für Ernährung http://www.univie.ac.at/oege. Buchautoren erzielten
Spitzenauflagen mit Horrorszenarien und immer mehr Menschen fragten sich,
welche Auswirkungen dies auf ihre Gesundheit habe. Gruber meinte, dass
diese Szenerien immer wieder gemalt werden. Das sei ein alter Hut. "Es
gibt aber Substanzen, auf die manche Menschen allergisch reagieren. Dazu
gehört zum Beispiel der Lebensmittelfarbstoff Chinolingelb", so Gruber.
Auch der Zuckeraustauschstoff Aspartam bewirke bei exzessiver Einnahme
Durchfall. Dies sei aber auf den jeweiligen Verpackungen der Lebensmittel
vermerkt.
Auch Klaus Runow, Arzt des Umweltinstituts Bad Emstal, erklärt gegenüber
"vital", es gebe keinen Grund zur Panik. Allerdings, so der Arzt, werde
es noch Jahre dauern, bis alle gesundheitlichen Auswirkungen der künstlich
manipulierten Lebensmittel ausreichend erforscht seien. "Der derzeitige
Forschungsstand lässt vermuten, dass die Gefahr, die von Zusatzstoffen
ausgeht, geringer ist als befürchtet". Dass es immer wieder Personen gebe,
die heftig auf einige Stoffe reagieren, räumen die Mediziner jedoch auch
ein. Jeder Hundertste reagiere allergisch auf Zusatzstoffe, einige hätten
sogar Probleme, die bis hin zu Asthma und epileptischen Anfällen reichen.
Grubers Befürchtungen gehen in eine andere Richtung. "In meinen sechsjährigen
Studien habe ich erfahren, dass die Probleme ganz woanders liegen: die
Menschen essen zu üppig, zu fett und viele lagern die Lebensmittel noch
immer falsch". Salmonellen und Listerien seien gesundheitsbedrohlich.
Falsche Lagerung und Unterbrechung von Kühlketten seien dafür verantwortlich.
Es sei auch unverantwortlich, wenn Lebensmittel mit sichtbaren Schimmel
befallen seien, den sichtbaren Befall zu entfernen und den Rest weiter
zu essen. "Die größten Gesundheitsrisiken ergeben sich immer noch auf
Grund des schlampigen Umgangs mit Nahrungsmitteln"
Runow
glaubt, dass bei vielen Betroffenen eine so genannte Pseudo-Allergie vorliegt:
Obwohl kein immunologischer Befund vorhanden sei, könnten die Auswirkungen
genauso quälend sein wie bei einer echten Allergie. "Vor allem Konservierungsstoffe
und künstliche Farb- und Geschmacksstoffe sind problematisch", sagt Runow.
Über die Darmwand, deren Oberfläche der Größe eines halben Fußballfeldes
entspreche, dringen die Reizstoffe in den Stoffwechsel ein und stören
das Immunsystem und die Entgiftungsfunktionen des Körpers. Besonders problematisch
sei das Zusammentreffen von mehreren Stoffen. Auch wenn die einzelne Substanz
nicht giftig sei, bringe bei empfindlichen Menschen oft die Fülle das
Fass zum Überlaufen.
pressetext.austria
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