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BEITRÄGE
Britische
Forscher lüften Geheimnnisse des Kitzelns
Lösung
des Kitzelns liegt im Kleinhirn London - Britischen Wissenschaftlern ist
es gelungen zu erklären, warum ein Mensch sich selbst nicht kitzeln kann.
Diese Frage hat Neurologen und Gehirnforscher seit Jahren interessiert.
Die britische Forscherin Sarah-Jayne Blakemore fand heraus, dass die Lösung
des Rätsels im Kleinhirn liegt. Dieser Teil des Gehirns, der im hinteren
Teil des Kopfes liegt, sieht die Sinneswahrnehmungen voraus, sendet Signale
an das restliche Gehirn und befiehlt ihm so, die folgende Sinneswahrnehmung
zu ignorieren. "Das Gehirn antwortet anders, wenn die Sinnesreize durch
jemanden anderen ausgelöst werden, als bei einer Selbststimulation", so
Blakemore. Die Wissenschaftlerin hat am University
College of London mit 16 Freiwilligen Tests durchgeführt, bei
denen sie mit Hilfe der Magnetresonanz die Gehirnströme von Testpersonen
aufzeichnete, während die Handflächen von einer Maschine gekitzelt wurden.
Die Gehirnströme der Probanden wurden anschließend noch einmal aufgezeichnet,
während die Personen ihre Hände selbst kitzelten. "Der Maschine ist es
gelungen, die Freiwilligen zu kitzeln, denn sobald ein Reiz von außen
kommt, ist das Kleinhirn nicht in der Lage, das restliche Gehirn vorzuwarnen",
so Blakemore. Auch wenn die Testperson im voraus weiß, dass sie gekitzelt
wird, reagiert der Körper darauf. Charles Darwin hatte angenommen, dass
Kitzeln als erlernte soziale und sexuelle Annäherung diene, daher gibt
es auch keinen Grund sich selbst zu kitzeln. Blakemore gelang ein Trick,
mit dem das menschliche Gehirn überlistet werden konnte. Wenn sich die
Testpersonen mit Hilfe des Roboters selbst kitzelten und dieser die Ausführung
um einige hundertstel Sekunden verschob gab es keinen Reaktion, verzögerte
sich die Ausführung aber um eine Sekunde, konnten sich die Testpersonen
selbst kitzeln. Es wäre also möglich, sich selbst zu kitzeln, allerdings
müsse man dazu einen Roboter verwenden, so Blakemore.
pta Austria
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