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- Im Gespräch mit Kindern sprechen Erwachsene mit höherer, singender Stimme, Wortschatz und Satzbau sind einfacher als gewöhnlich. Das ist sinnvoll: Kleine Kinder reagieren stärker auf hohe, modulierte Stimmlagen. Sprechen allerdings Mütter mit schweren Depressionen mit ihren Babys, hört sich das anders an: Ihrer Sprache fehlen viele der typischen Merkmale der Babysprache. Das könnte auch der Grund dafür sein, daß Kinder depressiver Mütter mit manchen Lernformen Schwierigkeiten haben. Ältere Kinder depressiver Mütter fallen häufig durch schlechte Ergebnisse in den Standardtests auf, mit denen die Entwicklung von Kindern gemessen wird. Eine mögliche Erklärung dieser Erscheinung fanden jetzt Peter S. Kaplan und seine Kollegen von der University of Chicago .Sprechen nichtdepressive Mütter mit ihren Babys, benutzen sie die Babysprache: Die Stimmlage ist hoch, mit vielen noch höheren Betonungen. Bei depressiven Frauen dagegen ist die Stimme flacher und monotoner. Kleinkinder reagieren viel stärker auf hohe, stark modulierte Stimmlagen. Assoziatives Lernen ist bei Kleinkindern die wichtigste und allgegenwärtige Form des Lernens, mit der zum Beispiel auch Sprache erlernt wird. Anhand von Versuchsreihen fanden die Forscher heraus, daß wenig oder nicht depressive Frauen die Babys mit hoher Stimme und vielen Betonungen ansprachen. Bei Frauen mit schweren Depressionen dagegen war die Stimme flacher und monotoner. Die Forscher nehmen an, daß Änderungen der Stimmlage und die anderen Elemente der Babysprache dazu dienen, die Kinder anzuregen. In diesem angeregten Zustand verarbeiten die Babys Informationen effizienter und vollständiger. Spricht dagegen eine depressive Frau mit Kindern, fehlen ihrer Stimme "die akustischen Qualitäten, die nötig sind, um die Kinder zu sensibilisieren", meinen die Wissenschaftler. Zwei- bis
dreijährige Kindern lernen Sprache leichter, wenn sie ihnen als Babysprache
begegnet - mit Überbetonungen und vereinfachter Grammatik. Hören sie nur
typische Erwachsenensprache, fällt es ihnen schwerer. Kaplan und seine
Kollegen nehmen an, daß depressive Mütter ihre Babys eher wenig stimulieren,
was zu Verzögerungen in der Sprachentwicklung und anderen wichtigen kognitiven
Prozessen führt. (spektrum, Center for the Advancement of Health) (Ende)
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