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Stress
verschlechtert Wundheilung Stress kann laut Forschern der Ohio State University http://www.osu.edu die Wundheilung bremsen und das Risiko einer Infektion erhöhen. Wie das Team um Phillip Marucha im Fachjournal Brain, Behaviour and Immunity berichtet, entzünden sich bei gestressten Mäusen Wunden dreimal häufiger als Verletzungen von Tieren in entspannter Atmosphäre.. Im Versuch sperrten die Biologen Mäuse für 15 Stunden in enge Röhren und entzogen den Tieren flüssige sowie feste Nahrung . Anschließend wurden die Mäuse verletzt. "Die Enge und der Nahrungsentzug wirkten als Stressoren. Kontrollmäusen wurde lediglich die Nahrungszufuhr verwehrt", erklärte Marucha. Die Wunden der verletzten Mäuse benötigten ein Drittel mehr Zeit zur Heilung als jene der Mäuse in geräumigen Käfigen. Bei einer Infektion der gestressten Mäuse mit Keimen darunter der Eitererreger Staphylococcus aureus, begannen diese zu wuchern. Zudem fanden die Forscher opportunistische Bakterien wie Streptokokken. Zur Messung
des bakteriellen Befalls entnahmen die Biologen verwundete Hautstellen.
Bei gestressten Mäusen waren 85 Prozent der Wunden infiziert, verglichen
mit 27 Prozent bei nicht gestressten Versuchstieren. Nach fünf Tagen
unterschied sich der Bakterienfall in den Wunden um den Faktor 100.000.
"Stress stört das biologische Gleichgewicht. Als Folge verschlechtert
sich die Fähigkeit, die bakterielle Infektion im Wundheilungsprozess
unter Kontrolle zu bringen und gegenzusteuern", erklärte Marucha.
Stress beeinträchtige demnach das Immunsystem, indem es jene Immunzellen
schwächt, die eine Infektion bekämpfen. |