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Forscher: Abnehmen mit Diätpille bleibt Wunschtraum
"Dicke Menschen noch lange nicht medizinisch therapierbar"

Potsdam - Die Entwicklung von Medikamenten oder medizinischen Verfahren zum Abbau von menschlichem Fettgewebe liegt nach wie vor in weiter Ferne. Dieser Überzeugung ist der Ernährungswissenschaftler Wolfgang Meyerhof vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam http://www.dife.de.
"Die Wissenschaft ist meilenweit davon entfernt, dicke Menschen medizinisch zu therapieren", so die Meinung des Experten in einem ddp-Interview.


Meyerhof bezieht sich damit auf einen Bericht des Fachmagazins Science, wonach es dem US-Forscher Salih Wakil gelang, das Erbgut von Mäusen genetisch so zu verändern, dass ihnen das Eiweiß Acetyl-CoA Carboxylase 2 (ACC2) fehlte. Dieser Stoff reguliert den Fett-Stoffwechsel des Körpers. Ohne das Eiweiß konnten die genetisch veränderten Mäuse kontinuierlich Fett verbrennen. Seither stellt sich die Frage nach einer etwaigen Übertragung des Experiments auf den Menschen.


Zwar sei das Ergebnis des Versuchs aus chemischer und biologischer Sicht ein Meilenstein, jedoch bringe es für die Humanmedizin keinen Fortschritt. Die Veränderung des menschlichen Erbguts sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Insofern lasse sich das Experiment keinesfalls eins zu eins auf den Menschen übertragen, so Meyerhofs Begründung. Prinzipiell befürwortet er jedoch die pharmakologische und medizinische Forschung in diesem Bereich. "Fettsucht ist eine Epidemie, an der jeder dritte Amerikaner leidet. Die Europäer sind auf dem gleichen Weg", so Meyerhof.

 

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