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ZurückDr. Marlis Bach
Natur-Tonic Kräuterfrische belebt Haut und Haar

Wer will nicht manchmal aus seiner Haut heraus? Unser wichtigstes Kontaktorgan, die Haut und die Haare als Anhangsgebilde, werden oft sträflich vernachlässigt. Entweder wird sie mit Kosmetika dick angestrichen oder man setzt sie schutzlos einer verschmutzten Luft aus. Mit welcher Unsensibilität wird unser sensibelstes Organ, an dem sogar die wahre Kommunikation mittels Messung des Hautwiderstandes beurteilt werden kann, behandelt! Wie soll ein Austausch passieren, wenn das Kontaktfeld irritiert ist?

Unsere Haut ist die äußere materielle Grenze zur Umwelt und gleichzeitig stehen wir mit ihr in Verbindung mit der Umwelt. An der Haut spiegelt sich vieles wieder. Ein Baby hat eine samtweiche, wohlriechende Haut, es ist offen für jede Zuwendung und lässt sich ständig auf neue Erfahrungen ein. Die Umweltverschmutzung zeigt noch keine Wirkungen und die Seele wurde noch nicht gekränkt, sodass sich psychosomatische Störungen nicht daran widerspiegeln könnten. Fast noch mehr sind die Haare ein Spiegelbild für unser Wohlbefinden. Ernähren wir uns gesund und fühlen wir uns wohl, dann erscheint die Haarpracht in ihrem vollen Glanz. Haben Sie schon entdeckt, dass frisch Verliebte oftmals durch fülligeres Haar erkennbar sind - wenn die Augen schon keine Bände sprechen? Die Haut zeigt sowohl unseren inneren organischen Zustand als auch unsere gesamten psychischen Abläufe und Reaktionen an. Einige Beispiele sind das Rotwerden vor Scham, der Schweißausbruch bei Aufregung, die Gänsehaut vor lauter Entsetzen und die Blässe bei Erschrecken. Die allgemeine Hautbeschaffenheit hängt im Wesentlichen vom Gesundheitszustand ab. Stress, Übersäuerung, schlechte Verdauung oder Reizstoffe in der Nahrung lassen die Haut bald alt aussehen. Davon lebt die Kosmetikindustrie.

Kosmetik

Mithilfe von verschiedensten chemischen Mitteln veranstalten wir unser Täuschungsmanöver. Man strahlt, vermittelt jugendliche Frische und hofft insgeheim, so erfolgreich und begehrt zu sein wie die Fotomodels, die für die Kosmetikkonzerne posieren. Das Thema Alter wird ignoriert. Wem für ein faltenfreies Gesicht, auch mit 50, nichts zu teuer ist, der kann auch noch mit einer Schönheitsoperation die einstigen mädchenhaften Gesichtszüge wieder herbeizaubern. Wollen wir wirklich so unehrlich sein? Denn es ist eigentlich eine Lüge, weil die Haut der äußere Ausdruck des Inneren ist, den wir durch umfangreiche kosmetische Maßnahmen unrichtig der Umwelt übermitteln. Dennoch spricht nichts dagegen, die Haut mit natürlichen Mitteln zu pflegen, einerseits über eine vernünftigere Ernährung, andererseits über natürliche Hausmittel in Form von äußerer Anwendung.

Kräuterlotion

Unsere Großeltern kannten vielerlei natürliche Gesichtswässer. Dafür wurden verschiedene Heilkräuter gesammelt und deren Auszüge in Alkohol angesetzt - vorausgesetzt man kannte ein sogenanntes Kräuterweiblein, das es verstand, die richtigen Kräuter zu suchen und diese so zu behandeln, dass sie die volle Wirkung entfachen konnten. Die Firma Bluegreen Naturprodukte griff die Methode von "de la Lex" auf, nach der vielbewährte Hausmittel zur Pflege bei Haut- und Haarproblemen hergestellt worden waren. Die wichtigsten Kräuterextrakte stammen von Rosmarin, Thymian, Salbei, Kamille und Pfefferminze.

Rosmarin

Waschungen mit Tee von Rosmarinum officinalis wurden von altersher zur Haut- und Haarpflege empfohlen. Als Tee hilft er bei Verdauungsbeschwerden und regt Appetit und Stoffwechsel an. Das Rosmarinöl wirkt äußerlich bei Asthma. Als Badezusatz hat der Ros-marin Heilanzeigen bei Herz-Kreislaufstörungen, er wirkt auch äußerlich als Massageöl. Un-längst fanden Ernährungsexperten einige antioxidative Stoffe als Wirksubstanzen. In der Aromatherapie ist das Rosmarinöl besonders bei einer Unterfunktion des Solar-Plexus-Chakras geeignet. Es wirkt belebend, anregend und hilft, Trägheit zu überwinden, wodurch die Handlungsbereitschaft gesteigert wird.

Thymian

Der Tee von Thymus vulgaris wirkt beruhigend, krampflösend, fäulniswidrig und geruchsmindernd und auch fiebersenkend. Heilanzeigen gibt es bei Darmerkrankungen, Blähungen, Koliken, Appetitmangel, Asthma und Bronchitis. Auch im Thymian fand die Wissenschaft wirksame sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe. Er kann ebenso wie Rosmarin reichlich als Gewürz verwendet werden.

Salbei

In Form von Tee wirkt Salbei, Salvia officinalis, leicht zusammenziehend - für die Haut straffend - , magenstärkend und blähungstreibend. Erfolgreich angewendet wird er bei Entzündungen der Atmungsorgane, Durchfall und Nachtschweiß. Salbeiöl ist in der Aromatherapie bekannt gegen Verkrampfungen im Hals-Chakra, sodass unsere Worte harmonisch und kraftvoll zum Ausdruck kommen und die Absicht unserer Seele auf die wirksamste Art vermitteln können. Breuss empfahl täglich eine Tasse Salbeitee für alle Drüsen. Selten findet man Salbei im Gewürzregal, obwohl z.B. Salbeibutter in der Gourmetküche für erstklassigen Geschmack bürgt.

Kamille

Die echte Kamille, Matriaria chamomilla, hat sehr viele Anwendungsmöglichkeiten für den Darm, die Haut, die Geschlechtsorgane, die Niere und die Blase. Sie wirkt innerlich und äußerlich entzündungshemmend und innerlich beruhigend und krampflösend. Als meistgebrauchte Heilpflanze fand sie auch in der Homöopathie ihren Einzug, wo dasselbe Wirkungsfeld angesprochen wird, zusätzlich wird sie noch bei Hysterie und Schlaflosigkeit eingesetzt.

Pfefferminze

Die Mentha piperita oder auch Edel- bzw. Englische Minze genannt wirkt als Tee schmerzstillend und beruhigend. Heilanzeigen findet man bei Magenproblemen, Blähungen und Darmerkrankungen.

Welche Anwendung man wählt - Tee, Öl oder Bad - hängt davon ab, welches Organ man erreichen will. Für Haut und Haare sind Einreibungen am geeignetsten. Mancherlei Wirkung zeigt sich erst in der Kombination verschiedener Heilpflanzen - in den berühmten Schwedenkräutern sind mehr als 80 Heilkräuter enthalten! Eine Kräuterlotion ist einfach auch für zwischendurch anzuwenden. Einige Tropfen von dieser Lotion machen die Haut sofort frischer und widerstandsfähiger. Gönnen Sie Ihrer Haut und Ihrem Haar doch einige erholsame Momente! So können auch Sie auf Kosmetika, die von Konservierungsmitteln strotzen, verzichten.

Literaturhinweise: Krankheit als Weg Thorwald Dethlefsen / Rüdiger Dahlke C. Bertelsmann Verlag
Das Chakra-Handbuch Shalila Sharamon und Bodo J. Baginski Windpferd Verlag
Zur Autorin: Dr. Marlis Bach ist Lebensmittelchemikerin und arbeitet als freie
Journalistin

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